Im Projektmanagement beschreibt das Lastenheft (Anforderungs- oder Kundenspezifikation) die Gesamtheit der Anforderungen bzw. Spezifikationen des Auftraggebers an die Lieferungen und Leistungen seines Auftragnehmers.

Das Lastenheft enthält die an das zu entwickelnde Produkt gestellten funktionalen sowie nicht-funktionalen Anforderungen (Gesetze/Vorschriften) und dient als Basis für die Ausschreibung sowie Vertragsgestaltung. Angaben wie Lieferzeit, Lieferumfang und Kosten sind im Lastenheft spezifiziert und das akzeptierte Lastenheft ist für beide Parteien rechtlich bindend.

Lastenheft Das Lastenheft wird vom Kunden (Auftraggeber) erstellt und beschreibt, WAS er von einer Lösung erwartet – also seine Anforderungen und Ziele, noch ohne festzulegen, wie diese technisch umgesetzt werden. Es ist die Grundlage, auf die der Anbieter mit dem Pflichtenheft antwortet.
Inhalte eines Lastenhefts Ein Lastenheft, erstellt vom Kunden, beschreibt Zielbestimmung, Einsatzbereich, Anforderungen, Rahmenbedingungen und Abnahmekriterien - jeweils das Was, nicht das Wie. Lastenheft erstellt vom Kunden Zielbestimmung welches Problem soll gelöst werden Einsatzbereich wo/wofür wird es genutzt Anforderungen funktional & nicht-funktional Rahmenbedingungen Budget, Zeitrahmen, Vorgaben Systemumgebung vorhandene Infrastruktur Abnahmekriterien wann gilt es als erfüllt Beschreibt konsequent nur das "WAS", nicht das "WIE" der Umsetzung

Konkrete Inhalte im Lastenheft

Wichtig: Kein Lösungsweg!

Das Lastenheft beschreibt bewusst nicht, wie die Anforderungen technisch umgesetzt werden – das ist Aufgabe des Anbieters im Pflichtenheft. Ein Lastenheft sagt z. B. "Das System muss 500 gleichzeitige Nutzer unterstützen", aber nicht "Wir verwenden dafür Server XY mit Load-Balancer Z".