Mithilfe des Address Resolution Protocols (ARP) wird zur IP-Adresse die zugehörige Hardware- bzw. MAC-Adresse des Netzwerkinterfaces (NIC) eines Hosts ermittelt.

Dazu sendet der Host einen ARP-Request mit der MAC-Adresse „FF-FF-FF-FF-FF-FF“ auf der Schicht 2, der Sicherungsschicht des OSI-Schichtenmodells, per Broadcast an die zu ermittelnde Adresse und bekommt via ARP-Reply die ermittelte MAC-Adresse an den Sender zurück gesendet. Die ermittelte MAC-Adresse wird dann im lokalen ARP-Cache des Senders für eine gewisse Zeit gespeichert. Dieser ARP-Cache dient zur schnelleren ARP- Adressauflösung.

Ablauf einer ARP-Anfrage Rechner A sendet einen ARP-Request als Broadcast, der Zielrechner antwortet mit seiner MAC-Adresse. Rechner A kennt nur die IP Rechner B 192.168.1.20 1. ARP-Request (Broadcast) „Wer hat 192.168.1.20?“ 2. ARP-Reply (direkt) „Meine MAC ist AA:BB:CC:...“ ARP-Cache bei Rechner A 192.168.1.20 → AA:BB:CC:DD:EE:FF

So funktioniert es:

ARP steht für Address Resolution Protocol. Seine Aufgabe: Es ermittelt zur bekannten IP-Adresse eines Geräts im lokalen Netz die zugehörige MAC-Adresse (Hardware-Adresse der Netzwerkkarte).

Warum wird das gebraucht?

Auf Schicht 3 (IP) wird mit IP-Adressen adressiert, aber der eigentliche Datenversand im lokalen Netzwerk (Ethernet, Schicht 2) läuft über MAC-Adressen. Bevor ein Rechner ein Paket verschicken kann, muss er wissen, welche MAC-Adresse zur Ziel-IP gehört.

Das Kommando arp in der Befehlszeile (z. B. arp -a) dient dazu, diesen ARP-Cache anzuzeigen oder zu verwalten – man sieht damit, welche IP-MAC-Zuordnungen der Rechner aktuell gespeichert hat.