Als digitales Zertifikat wird ein digitaler Datensatz bezeichnet,
der mit Hilfe von kryptografischen Schlüsselpaaren
beispielsweise die Authentizität von Webseiten, Einzelpersonen
oder Organisationen überprüfen kann.
Ein typisches digitales Zertifikat basiert in der Regel auf dem
X.509 Standard (Public-Key-Zertifikat).
Das digitale Zertifikat besteht unter anderem aus einem
öffentlichen Schlüssel und einem privaten Schlüssel und soll
die Schutzziele der Datensicherheit, wie Vertraulichkeit sowie
Authentizität gewährleisten.
Ein digitales Zertifikat ist ein elektronischer Nachweis, der bestätigt, dass ein öffentlicher Schlüssel wirklich zu einer bestimmten Identität (Person, Server, Organisation) gehört. Es ist das zentrale "Ausweisdokument" innerhalb einer PKI.
Typischer Aufbau nach Standard X.509:
Inhaber – wem gehört das Zertifikat (z. B. eine Domain wie example.com oder eine Person)
Öffentlicher Schlüssel – der Schlüssel, der zum Inhaber gehört und für Verschlüsselung/Signaturprüfung genutzt wird
Aussteller (CA) – welche Certificate Authority das Zertifikat ausgestellt hat
Gültigkeitszeitraum – von wann bis wann das Zertifikat gültig ist
Digitale Signatur der CA – die CA signiert das Zertifikat digital, wodurch dessen Echtheit überprüfbar wird
Zweck:
Ein digitales Zertifikat sorgt für Authentizität und Vertrauen – z. B. beim Aufruf einer HTTPS-Webseite bestätigt das Zertifikat, dass der Server wirklich der ist, für den er sich ausgibt, und ermöglicht gleichzeitig eine verschlüsselte Verbindung.
Das Zertifikat enthält den öffentlichen Schlüssel, niemals den privaten – der private Schlüssel bleibt immer geheim beim Inhaber.