Bei symmetrischer Verschlüsselung wird für Ver- und Entschlüsselung derselbe geheime Schlüssel verwendet. Beide Kommunikationspartner müssen diesen Schlüssel vorher sicher austauschen.
Gängige Verfahren:
AES (Advanced Encryption Standard) – heutiger Industriestandard, gilt als sehr sicher (z. B. AES-256)
DES / 3DES (Data/Triple Encryption Standard) – älteres Verfahren, heute veraltet und unsicher
Blowfish / Twofish – weitere symmetrische Algorithmen, seltener im Einsatz
Typische Einsatzbereiche:
Festplattenverschlüsselung – z. B. BitLocker, VeraCrypt
VPN-Verbindungen – IPsec nutzt symmetrische Verschlüsselung für den eigentlichen Datenverkehr
WLAN-Verschlüsselung – WPA2/WPA3 basieren auf symmetrischer Verschlüsselung (AES)
Datenbank- und Dateiverschlüsselung – zum Schutz gespeicherter Daten
TLS/HTTPS-Sitzung – nach dem initialen Handshake (der asymmetrisch abläuft) wird die eigentliche Datenübertragung symmetrisch verschlüsselt
Vor- und Nachteile:
Vorteil: sehr schnell, geringer Rechenaufwand – ideal für große DatenmengenNachteil: der sichere Austausch des gemeinsamen Schlüssels ist das Kernproblem – deshalb wird symmetrische Verschlüsselung in der Praxis oft mit asymmetrischer Verschlüsselung kombiniert (Hybridverfahren, z. B. bei TLS)