Der Hypervisor Typ 1, auch native oder bare-metal Hypervisor genannt, setzt direkt auf der Hardware des Hostsystems auf. Daher ist keine vorherige Betriebssystem-Installation notwendig.
Der Hypervisor Typ 2, auch hosted Hypervisor genannt, benötigt ein lauffähiges vollwertiges Betriebssystem, um auf diesem Hostsystem auf die Gerätetreiber des Betriebssystems bzw. auf die Hardware des Hostsystems zuzugreifen.
Bei beiden Hypervisor-Typen gilt die Voraussetzung, dass die Hardware bzw. das BIOS/UEFI des Hostsystems die Virtualisierung, bei Intel CPU (intel-VT) oder bei AMD CPU (AMD-V) unterstützt.
Läuft direkt auf der Hardware – kein Betriebssystem darunter. Der Hypervisor selbst ist das Betriebssystem. Dadurch maximale Performance, da keine zusätzliche Schicht zwischen Hardware und VMs liegt. Wird im professionellen Rechenzentrum eingesetzt. Beispiele: VMware ESXi, Microsoft Hyper-V (Server), Citrix XenServer, KVM.
Läuft als Anwendung auf einem bestehenden Host-Betriebssystem (z. B. Windows oder Linux). Eine zusätzliche Schicht (das Host-OS) liegt zwischen Hardware und Hypervisor → etwas weniger Performance. Dafür einfach zu installieren und ideal zum Testen, Entwickeln oder im Homelab.
| Merkmal | Typ 1 (Bare Metal) | Typ 2 (Hosted) |
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| Läuft auf | Hardware direkt | Host-Betriebssystem |
| Performance | Sehr hoch | Geringer (OS-Overhead) |
| Einsatz | Rechenzentrum, Produktion | Desktop, Test, Entwicklung |
| Installation | Aufwändiger | Einfach wie jede Software |
| Beispiele | ESXi, Hyper-V, KVM | VirtualBox, VMware Workstation |