Der Kritische Pfad, auch als kritischer Weg bezeichnet, ist der Weg von Anfang bis zum Ende aller Aktivitäten eines Netzplans, auf dem die Summe aller Pufferzeiten minimal oder Null wird. Die Gesamtprojektdauer wird somit durch den kritischen Pfad bestimmt. (DIN 69900:2009-01 Projektmanagement - Netzplantechnik; Beschreibungen und Begriffe).

Einzelne Aktivitäten innerhalb des Projekts können im Rahmen ihrer Pufferzeit zeitlich verschoben oder verlängert werden, ohne dabei die Gesamtprojektdauer zu gefährden.

Merke: Beim kritischen Pfad ist der Gesamtpuffer = Null.
Kritischer Pfad im Netzplan Netzplan mit zwei parallelen Wegen, der obere Weg ohne Puffer ist der kritische Pfad, der untere Weg hat Pufferzeit Start Tag 0 Vorgang A 6 Tage — kein Puffer Vorgang B 4 Tage — kein Puffer Vorgang C 3 Tage Vorgang D 2 Tage + Puffer 5 Ende Tag 10 Roter Weg (A-B) = kritischer Pfad: laengste Dauer, jede Verzoegerung verschiebt das Projektende

Der kritische Pfad ist der Weg durch den Netzplan mit der längsten Gesamtdauer — er bestimmt, wie schnell das Projekt frühestens fertig sein kann.

Wichtigste Regeln:
  • Vorgänge auf dem kritischen Pfad haben keinen Puffer (keine Zeitreserve)
  • Verzögert sich ein Vorgang auf dem kritischen Pfad → verzögert sich das ganze Projekt
  • Vorgänge neben dem kritischen Pfad haben Puffer und können sich etwas verschieben, ohne den Endtermin zu gefährden
          🧠 Prüfungs-Merksatz
    "Kritischer Pfad = längster Weg + null Puffer."
    Das ist die Stelle, auf die man in der Prüfung besonders achten muss – Verzug hier = Projektverzug!