SLAAC - Stateless Address Autoconfiguration (IPv6) ist das Äquivalent zum APIPA bei IPv4. Stateless, also zustandslos, bekommt jedes IPv6-Stack per Autokonfiguration eine link-lokale IPV6 zugewiesen. Die link-lokale Adresse beginnt immer mit FE80 :.
Stateless Address Autoconfiguration (SLAAC) Ein Client sendet ein Router Solicitation, der Router antwortet mit einem Router Advertisement, das den Netzwerk-Präfix enthält. Der Client bildet selbst seine Interface-ID und kombiniert sie mit dem Präfix zu einer vollständigen IPv6-Adresse, ohne dass ein DHCP-Server benötigt wird. Client Router 1. Router Solicitation (RS) 2. Router Advertisement (RA) mit Präfix 3. Client bildet die Adresse selbst Präfix (vom Router) + Interface-ID (EUI-64 / zufällig) = vollständige IPv6-Adresse, kein DHCP-Server nötig 4. Duplicate Address Detection (DAD) Client prüft per Multicast, ob die Adresse schon vergeben ist
SLAAC (Stateless Address Autoconfiguration) ist ein Verfahren, mit dem sich ein IPv6-Gerät automatisch selbst eine IP-Adresse zuweist — ohne dass dafür ein DHCP-Server nötig ist. "Stateless" bedeutet dabei: Es wird kein zentraler Server benötigt, der sich den Zustand (welche Adresse an wen vergeben wurde) merkt.

So läuft es ab:

Vorteil gegenüber DHCP:

Kein zentraler Server nötig, geringerer Konfigurationsaufwand, funktioniert auch in kleinen Netzen "out of the box".

Abgrenzung für die Prüfung: Es gibt auch stateful Verfahren wie DHCPv6, bei dem ein Server zentral Buch führt, welche Adresse an welchen Client vergeben wurde — SLAAC kann auch mit DHCPv6 kombiniert werden (z. B. SLAAC für die Adresse, DHCPv6 nur für zusätzliche Optionen wie DNS-Server).