Das Least-Privilege-Prinzip (Prinzip der minimalen Rechte) ist ein grundlegendes Sicherheitskonzept in IT-Systemen.
Benutzer, Programme und Dienste erhalten nur die Rechte, die sie zur Erfüllung ihrer Aufgaben unbedingt benötigen – nicht mehr und nicht weniger.
Ein Mitarbeiter benötigt nur Zugriff auf die Dateien seiner Abteilung und erhält deshalb keine Administratorrechte.
Ein Webserver darf Webseiten lesen und bereitstellen, aber keine Systemdateien verändern.
Ein Administrator nutzt für den Alltag ein normales Benutzerkonto und verwendet das Administratorkonto nur bei Bedarf.
| Ohne Least Privilege | Mit Least Privilege |
|---|---|
| Viele unnötige Rechte | Nur notwendige Rechte |
| Hohes Missbrauchsrisiko | Geringeres Risiko |
| Größerer Schaden bei Angriffen | Schäden werden begrenzt |
| Schwieriger zu kontrollieren | Bessere Übersichtlichkeit |
Das Least-Privilege-Prinzip wird häufig durch RBAC (Role-Based Access Control) und AGDLP umgesetzt.