Single Sign-On (SSO)
Single Sign-On (SSO) ist ein Authentifizierungsverfahren,
bei dem sich ein Benutzer nur einmal anmeldet und anschließend auf mehrere
Anwendungen oder Systeme zugreifen kann, ohne sich erneut anmelden zu müssen.
🔐 Was ist SSO?
Nach einer erfolgreichen Anmeldung erhält der Benutzer ein
Authentifizierungs-Token oder Ticket. Dieses wird von weiteren
Anwendungen akzeptiert, sodass keine erneute Anmeldung erforderlich ist.
Anmeldung → Authentifizierung → Ticket/Token → Zugriff auf mehrere Anwendungen
⚙️ Wie funktioniert SSO?
- 1️⃣ Benutzer meldet sich einmal an.
- 2️⃣ Ein zentraler Authentifizierungsdienst prüft die Identität.
- 3️⃣ Der Benutzer erhält ein Ticket oder Token.
- 4️⃣ Weitere Anwendungen vertrauen diesem Nachweis.
- 5️⃣ Zugriff erfolgt ohne erneute Passworteingabe.
🧠 Beispiel
Ein Mitarbeiter meldet sich morgens an der Windows-Domäne an.
Anschließend kann er direkt auf:
- 📧 E-Mail
- 📁 Netzlaufwerke
- 🌐 Intranet
- 📊 Unternehmensanwendungen
zugreifen, ohne sich bei jeder Anwendung erneut anzumelden.
Vorteile und Nachteile
| Vorteile |
Nachteile |
| Nur eine Anmeldung erforderlich |
Ausfall des SSO-Dienstes betrifft viele Anwendungen |
| Höherer Benutzerkomfort |
Kompromittiertes Konto kann mehrere Systeme betreffen |
| Weniger Passwörter |
Erfordert gute Absicherung (z. B. MFA) |
| Zentrale Benutzerverwaltung |
Komplexere Einrichtung |
🔗 Typische Technologien
- Kerberos
- SAML
- OAuth 2.0
- OpenID Connect (OIDC)
- Microsoft Entra ID (Azure AD)
Prüfungsantwort (kurz):
Single Sign-On (SSO) ist ein Authentifizierungsverfahren, bei dem sich ein Benutzer
nur einmal anmeldet und anschließend auf mehrere Anwendungen oder Systeme zugreifen kann,
ohne seine Zugangsdaten erneut eingeben zu müssen.
Merksatz für die FISI-Prüfung:
🔑 Einmal anmelden – viele Systeme nutzen.