Link Aggregation

Link Aggregation ist ein Verfahren, bei dem mehrere physische Netzwerkverbindungen zu einer logischen Verbindung zusammengefasst werden.

🔗 Grundprinzip

⚙️ Idee

Mehrere Kabel zwischen zwei Switches werden als eine einzige logische Verbindung behandelt. Dadurch erhöhen sich Bandbreite und Ausfallsicherheit.

Kabel 1 + Kabel 2 + Kabel 3 → eine logische Verbindung

📡 Wie funktioniert Link Aggregation?

🌐 Beispiel

Zwei Switches sind mit 4 Kabeln verbunden. Ohne Aggregation wären das 4 separate Verbindungen. Mit Link Aggregation werden sie als ein schneller logischer Link genutzt.

📊 Vorteile

Vorteil Erklärung
🚀 Höhere Bandbreite Mehrere Links erhöhen die Gesamtkapazität
🔄 Ausfallsicherheit Fällt ein Kabel aus, bleiben andere aktiv
⚖️ Lastverteilung Datenverkehr wird auf mehrere Links verteilt
📡 Keine STP-Blockierung Alle Links können aktiv genutzt werden

⚠️ Voraussetzungen / Protokolle

🔄 Unterschied zu STP

STP Link Aggregation
Blockiert redundante Links Nutzen alle Links aktiv
Verhindert Schleifen Bündelt Verbindungen
Keine zusätzliche Bandbreite Erhöht Bandbreite
Prüfungsantwort (kurz):

Link Aggregation ist ein Verfahren, bei dem mehrere physische Netzwerkverbindungen zu einer logischen Verbindung zusammengefasst werden. Dadurch werden Bandbreite und Ausfallsicherheit erhöht, da der Datenverkehr auf mehrere Links verteilt wird und bei Ausfall eines Links die anderen weiterarbeiten.
Merksatz für die FISI-Prüfung:

🔗 Link Aggregation = „Mehrere Kabel = ein schneller und sicherer Link“
Link-Aggregation bündelt mehrere physische Kabel zu einer einzigen logischen Verbindung — mehr Bandbreite und Redundanz in einem.
Link-Aggregation Grundprinzip Links: Ohne Link-Aggregation – ein Kabel, 1 Gbit/s. Rechts: Mit Link-Aggregation – vier Kabel gebündelt, 4 Gbit/s logisch eine Verbindung. Ohne Link-Aggregation Switch A Switch B 1 Gbit/s Fällt aus → kein Netz Bandbreite limitiert Mit Link-Aggregation (LAG) Switch C Switch D 1 Gbit/s 1 Gbit/s 1 Gbit/s 1 Gbit/s = 4 Gbit/s logisch ✔ Mehr Bandbreite (addiert sich) ✔ Redundanz – Kabel ausfällt → Rest übernimmt ✔ Kein STP nötig auf dieser Strecke Standard: IEEE 802.3ad / LACP (Link Aggregation Control Protocol)
        Das Prinzip in einem Satz: Mehrere physische Kabel werden zu einer einzigen logischen Leitung zusammengefasst —
    der Rest des Netzes sieht nur eine Verbindung, aber mit höherer Bandbreite und eingebauter Redundanz.

     Vorteile gegenüber STP:

    STP blockiert redundante Leitungen (verschwendete Hardware), LAG nutzt alle Kabel gleichzeitig
    Bandbreite summiert sich: 4 × 1 Gbit/s = 4 Gbit/s
    Fällt ein Kabel aus, übernehmen die übrigen ohne Unterbrechung

      Nachteile:

    Beide Switches müssen LAG unterstützen und konfiguriert sein
    Funktioniert nur zwischen genau zwei Geräten (kein Ersatz für komplexe Vermaschung)

      Prüfungs-Merksatz: LAG = Kabel bündeln → mehr Speed + Ausfallsicherheit. Standard dafür ist IEEE 802.3ad mit dem Protokoll LACP.