Privacy by Design vs. Privacy by Default
Beide Begriffe stammen aus der DSGVO und beschreiben,
wie Datenschutz in IT-Systeme integriert werden muss.
Privacy by Design
Privacy by Design bedeutet, dass Datenschutz bereits
von Anfang an in die Entwicklung von IT-Systemen,
Anwendungen und Prozessen eingebaut wird.
- Datenschutz wird in die Systemarchitektur integriert
- Technische und organisatorische Maßnahmen werden früh geplant
- Datenschutz ist Teil des Designs
Beispiel:
Eine App wird so entwickelt, dass nur die nötigsten Daten gespeichert werden
und Verschlüsselung standardmäßig integriert ist.
Privacy by Default
Privacy by Default bedeutet, dass standardmäßig
die datenschutzfreundlichsten Einstellungen
aktiviert sind.
- Nur notwendige Daten werden standardmäßig verarbeitet
- Nutzer müssen aktiv zustimmen, um mehr Daten freizugeben
- Voreinstellungen sind maximal datenschutzfreundlich
Beispiel:
Bei einer App sind Standort, Kontakte oder Tracking standardmäßig deaktiviert
und müssen vom Nutzer aktiv eingeschaltet werden.
Vergleich
| Privacy by Design |
Privacy by Default |
| Datenschutz wird in der Entwicklung eingebaut |
Datenschutzfreundliche Grundeinstellungen |
| Technisches Konzept |
Konfigurations-/Einstellungskonzept |
| „Von Anfang an“ |
„Standardmäßig sicher“ |
Design 🛠️ → Entwicklung des Systems
Default ⚙️ → Einstellungen beim Start
Merksatz für die FISI-Prüfung:
Privacy by Design = Datenschutz wird in die Entwicklung eingebaut
Privacy by Default = Datenschutzfreundliche Grundeinstellungen
Typische Prüfungsantwort
Privacy by Design bedeutet, dass Datenschutz bereits bei der Entwicklung
von IT-Systemen berücksichtigt und technisch integriert wird.
Privacy by Default bedeutet, dass Systeme standardmäßig so eingestellt sind,
dass nur die notwendigen Daten verarbeitet werden und der Datenschutz
bestmöglich gewährleistet ist.
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