Die GNU General Public License (GPL) ist eine weit verbreitete Open-Source-Lizenz, die von der Free Software Foundation (FSF) entwickelt wurde. Die GPL erlaubt die freie Nutzung, Verteilung und Modifizierung der Software, erfordert jedoch, dass alle abgeleiteten Werke unter derselben Lizenz veröffentlicht werden. Dies stellt sicher, dass der Quellcode von abgeleiteten Versionen ebenfalls offen zugänglich bleibt.

GNU General Public License (GPL)

Definition

Die GNU General Public License (GPL) ist eine weit verbreitete Open-Source- Lizenz, die sicherstellt, dass Software frei genutzt, verändert und weitergegeben werden darf – unter der Bedingung, dass alle abgeleiteten Werke ebenfalls unter der GPL bleiben.

Grundprinzip (Copyleft)

Das zentrale Prinzip der GPL ist das sogenannte Copyleft. Das bedeutet: Jede veränderte oder weiterverteilte Version der Software muss ebenfalls offen bleiben und unter der gleichen Lizenz veröffentlicht werden.

Wichtige Rechte der GPL

Wichtige Pflichten der GPL

Funktionsweise

Original Software (GPL)
        ↓
Änderung durch Entwickler
        ↓
Neue Version muss ebenfalls GPL sein
        ↓
Weitergabe bleibt frei und offen

Vergleich zu anderen Lizenzen

Lizenz Quellcode offen Weitergabe frei COPyleft Pflicht
GPL Ja Ja Ja
Proprietär Nein Nein Nein
BSD/MIT Ja Ja Nein

Prüfungsantwort (kurz)

Die GNU General Public License (GPL) ist eine Open-Source-Lizenz, die die freie Nutzung, Veränderung und Weitergabe von Software erlaubt. Dabei schreibt sie vor, dass alle abgeleiteten Werke ebenfalls unter der GPL veröffentlicht werden müssen (Copyleft-Prinzip).

Merksatz

GPL = frei nutzen + ändern + weitergeben, aber immer offen bleiben 🔓
GNU General Public License (GPL) Diagramm zeigt die vier Freiheiten der GNU GPL: Nutzung, Studium/Anpassung, Weitergabe von Kopien und Weitergabe veränderter Versionen, sowie das Copyleft-Prinzip. GNU GPL Open-Source-Lizenz Nutzung für jeden Zweck frei nutzbar Studium Quellcode einsehen und anpassen Weitergabe Kopien frei verteilen Verbesserung veränderte Version weitergeben Copyleft-Prinzip (zentraler Kerngedanke) Wer ein GPL-Programm verändert und weitergibt, muss den Quellcode ebenfalls offenlegen und unter derselben GPL-Lizenz weitergeben → verhindert, dass freie Software proprietär ("geschlossen") gemacht wird Beispiele: Linux-Kernel, viele GNU-Tools

Das zentrale Prinzip: Copyleft

Der wichtigste und meistgeprüfte Aspekt der GPL: Wer ein GPL-lizenziertes Programm verändert und weitergibt, muss den Quellcode offenlegen und die veränderte Version unter derselben GPL-Lizenz weitergeben. Das verhindert, dass freie Software in proprietäre, geschlossene Software umgewandelt wird ("Ansteckungseffekt" der Lizenz).

Bekannte Beispiele:

GPL = vier Freiheiten (nutzen, studieren, weitergeben, verändern) + Copyleft – wer verändert, muss den Code wieder offenlegen!

Prüfungsfalle:

GPL-Software ist nicht automatisch kostenlos, sondern frei im Sinne von Freiheit (Zugriff auf Quellcode, Änderungsrechte) – "Free as in freedom, not as in free beer".