Man-in-the-Middle (MitM) Angriff
Ein Man-in-the-Middle-Angriff ist eine Angriffsmethode, bei der sich ein Angreifer
unbemerkt zwischen zwei Kommunikationspartner schaltet und den Datenverkehr mitlesen
oder sogar manipulieren kann.
Definition
Beim Man-in-the-Middle-Angriff (MitM) befindet sich der Angreifer „in der Mitte“
der Kommunikation zwischen zwei Parteien (z. B. Client und Server), ohne dass diese
es bemerken.
Ablauf (vereinfacht)
Client ⇄ Angreifer ⇄ Server
- Der Angreifer leitet Datenverkehr weiter
- Er kann Daten mitlesen (z. B. Passwörter)
- Er kann Daten verändern oder manipulieren
Beispiel
Ein Benutzer verbindet sich mit einem öffentlichen WLAN.
Der Angreifer fängt den Datenverkehr ab und liest Login-Daten
einer Online-Banking-Seite mit.
Gefahren
- Diebstahl von Zugangsdaten
- Manipulation von Nachrichten oder Transaktionen
- Ausspähen sensibler Daten
Schutzmaßnahmen
1. Verschlüsselte Verbindungen (HTTPS, TLS)
Daten werden verschlüsselt übertragen und sind nicht lesbar.
2. VPN nutzen
Verschlüsselt den gesamten Datenverkehr in unsicheren Netzwerken.
3. Zertifikatsprüfung
Prüfung digitaler Zertifikate verhindert gefälschte Server.
4. Sichere WLANs verwenden
Keine offenen oder unsicheren öffentlichen Netzwerke nutzen.
5. Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA)
Erschwert den Missbrauch gestohlener Zugangsdaten.
Übersicht
| Angriff |
Schutz |
| Abhören der Kommunikation |
HTTPS / TLS |
| Manipulation von Daten |
Zertifikatsprüfung |
| Unsichere Netzwerke |
VPN |
Merksatz für die FISI-Prüfung:
Man-in-the-Middle = Angreifer sitzt zwischen zwei Kommunikationspartnern und liest oder verändert Daten.
Typische Prüfungsantwort
Ein Man-in-the-Middle-Angriff ist ein Angriff, bei dem sich ein Angreifer unbemerkt
zwischen zwei Kommunikationspartner schaltet und den Datenverkehr mitlesen oder manipulieren kann.
Schutzmaßnahmen sind verschlüsselte Verbindungen (HTTPS/TLS), VPNs, Zertifikatsprüfung,
sichere Netzwerke und Multi-Faktor-Authentifizierung.
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