Gefährdungen für Server bei direktem Anschluss an das Stromnetz
Werden Server ohne USV oder andere Schutzmaßnahmen direkt an das Stromnetz angeschlossen,
können verschiedene elektrische Störungen zu Ausfällen oder Schäden führen.
Mögliche Gefährdungen
1. Stromausfall
Der Server wird sofort abgeschaltet. Nicht gespeicherte Daten gehen verloren,
laufende Prozesse werden unterbrochen und Dateisysteme können beschädigt werden.
2. Spannungseinbruch (Unterspannung)
Eine zu niedrige Netzspannung kann zu Fehlfunktionen, Abstürzen oder Neustarts führen.
3. Überspannung
Kurzzeitige Spannungsspitzen können Netzteile, Mainboards oder andere Hardware beschädigen.
4. Spannungsschwankungen
Schwankende Spannungen beeinträchtigen die Stabilität des Systems und können Hardware belasten.
5. Frequenzschwankungen
Abweichungen von der Sollfrequenz (50 Hz) können insbesondere empfindliche Geräte stören.
6. Spannungsspitzen durch Blitzschlag
Direkte oder indirekte Blitzeinschläge können zu schweren Hardwareschäden führen.
Mögliche Folgen
| Gefährdung |
Mögliche Folgen |
| Stromausfall |
Datenverlust, Systemausfall |
| Unterspannung |
Instabilität, Neustarts |
| Überspannung |
Hardwaredefekte |
| Spannungsschwankungen |
Fehlfunktionen, verringerte Lebensdauer |
| Blitzschlag |
Schwere Schäden an IT-Systemen |
Schutzmaßnahmen
- USV (Offline, VI oder VFI)
- Überspannungsschutz
- Notstromversorgung
- Redundante Netzteile
- Regelmäßige Datensicherungen
Merksatz für die FISI-Prüfung:
Direkter Netzanschluss kann Server durch Stromausfälle, Unter- und Überspannungen,
Spannungsschwankungen sowie Blitzschläge gefährden. Die Folgen reichen von Datenverlust
bis hin zu Hardwaredefekten.
Typische Prüfungsantwort
Bei direktem Anschluss an das Stromnetz können Server durch Stromausfälle,
Unterspannungen, Überspannungen, Spannungsschwankungen und Blitzschläge gefährdet werden.
Dies kann zu Datenverlust, Systemausfällen oder Hardwaredefekten führen.
Deshalb werden häufig USV-Anlagen und Überspannungsschutz eingesetzt.
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