```html id="hybride_verschluesselung" Hybride Verschlüsselungsverfahren
Hybride Verschlüsselungsverfahren vereinen die Vorteile von symmetrischen und asymmetrischen Verschlüsselungs- verfahren. Die eigentliche Nachricht wird zunächst mit einem symmetrischen Verfahren verschlüsselt. Der hierbei verwendete Schlüssel wird mit einem asymmetrischen Verfahren verschlüsselt und an den Empfänger übertragen. Hierdurch ist dieses Verfahren schneller als die asymmetrischen Verfahren.

Hybride Verschlüsselungsverfahren

Hybride Verschlüsselungsverfahren kombinieren die Vorteile der symmetrischen und asymmetrischen Verschlüsselung.

Grundidee

Die eigentlichen Daten werden mit einem schnellen symmetrischen Verfahren verschlüsselt. Der dafür benötigte Schlüssel wird anschließend mit einem asymmetrischen Verfahren geschützt übertragen.

Funktionsweise

1. Zufälligen Sitzungsschlüssel erzeugen (AES)



2. Daten mit AES verschlüsseln



3. AES-Schlüssel mit dem Public Key des Empfängers verschlüsseln (RSA/ECC)



4. Verschlüsselte Daten + verschlüsselter Schlüssel werden übertragen

Entschlüsselung beim Empfänger

Private Key → entschlüsselt den AES-Schlüssel



AES-Schlüssel → entschlüsselt die Nutzdaten

Warum wird das gemacht?

Symmetrische Verfahren Asymmetrische Verfahren
Sehr schnell Sicherer Schlüsselaustausch
Geeignet für große Datenmengen Geeignet für Schlüsselübertragung
Das hybride Verfahren verbindet die Geschwindigkeit der symmetrischen Verschlüsselung mit dem sicheren Schlüsselaustausch der asymmetrischen Verschlüsselung.

Praktisches Beispiel: HTTPS/TLS

Beim Aufruf einer Website über HTTPS wird zunächst mittels RSA oder ECC ein sicherer Sitzungsschlüssel ausgetauscht. Anschließend erfolgt die gesamte Datenübertragung mit AES.

Vorteile

Merksatz für die FISI-Prüfung:

Hybride Verschlüsselung = Daten symmetrisch verschlüsseln, Schlüssel asymmetrisch verschlüsseln.

Typische Prüfungsantwort

Ein hybrides Verschlüsselungsverfahren kombiniert symmetrische und asymmetrische Verschlüsselung. Die Nutzdaten werden mit einem schnellen symmetrischen Verfahren (z. B. AES) verschlüsselt. Der dafür verwendete Sitzungsschlüssel wird anschließend mit dem öffentlichen Schlüssel des Empfängers asymmetrisch verschlüsselt übertragen. Dadurch werden sowohl hohe Geschwindigkeit als auch ein sicherer Schlüsselaustausch erreicht.
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