Projektstrukturplan vs. Netzplan
Beide Methoden werden im Projektmanagement zur Planung und Steuerung von Projekten verwendet,
haben jedoch unterschiedliche Ziele und Darstellungen.
Projektstrukturplan (PSP)
Der Projektstrukturplan zerlegt ein Projekt in einzelne Teilaufgaben
und stellt diese hierarchisch dar.
Er beantwortet die Frage: „Was muss gemacht werden?“
- Hierarchische Struktur (Baumstruktur)
- Gliederung in Teilprojekte, Arbeitspakete
- Keine zeitliche Abhängigkeit
Netzplan
Der Netzplan stellt die zeitliche Abfolge und Abhängigkeiten
von Aufgaben dar.
Er beantwortet die Frage: „Wann und in welcher Reihenfolge wird gearbeitet?“
- Darstellung von Vorgängen und Abhängigkeiten
- Berechnung von Zeiten (früh/spät)
- Kritischer Pfad wird ermittelt
Vergleich
| Merkmal |
Projektstrukturplan (PSP) |
Netzplan |
| Fragestellung |
Was wird gemacht? |
Wann und in welcher Reihenfolge? |
| Darstellung |
Baumstruktur (hierarchisch) |
Graph / Netzwerk |
| Fokus |
Inhaltliche Gliederung |
Zeitliche Planung |
| Abhängigkeiten |
Nicht dargestellt |
Explizit dargestellt |
| Zeitplanung |
Nicht enthalten |
Enthalten (Dauer, Reihenfolge) |
Beispiel
PSP: Projekt „Webseite erstellen“ → Design → Backend → Testing
Netzplan: Design → Backend → Testing (mit Zeitangaben und Abhängigkeiten)
Merksatz für die FISI-Prüfung:
PSP = Was wird gemacht (Struktur)
Netzplan = Wann wird es gemacht (Zeit & Abhängigkeiten)
Typische Prüfungsantwort
Der Projektstrukturplan (PSP) dient der hierarchischen Gliederung eines Projekts in Teilaufgaben und beantwortet die Frage, was gemacht werden muss.
Der Netzplan stellt die zeitlichen Abhängigkeiten der Vorgänge dar und dient der Planung von Ablauf, Dauer und Reihenfolge des Projekts.
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