Netzplan: Gesamtpuffer vs. freier Puffer
In einem Netzplan geben Pufferzeiten an, wie lange eine Aufgabe verzögert werden kann,
ohne das Projekt zu gefährden. Dabei unterscheidet man zwischen Gesamtpuffer und freiem Puffer.
Gesamtpuffer
Der Gesamtpuffer ist die maximale Zeitspanne, um die ein Vorgang verschoben werden kann,
ohne den Projektendtermin zu gefährden.
Er zeigt also, wie flexibel eine Aufgabe insgesamt im Projekt ist.
- Bezieht sich auf den gesamten Projektzeitplan
- Kann andere nachfolgende Vorgänge beeinflussen
- Wird oft für kritische Pfad-Analyse genutzt
Freier Puffer
Der freie Puffer ist die Zeitspanne, um die ein Vorgang verschoben werden kann,
ohne den frühesten Start eines nachfolgenden Vorgangs zu beeinflussen.
Er betrifft nur die direkte Abhängigkeit zum nächsten Vorgang.
- Bezieht sich nur auf direkt folgende Aufgaben
- Beeinflusst keine nachfolgenden Vorgänge
- Oft kleiner oder gleich dem Gesamtpuffer
Direkter Vergleich
| Merkmal |
Gesamtpuffer |
Freier Puffer |
| Definition |
Verzögerung ohne Einfluss auf Projektende |
Verzögerung ohne Einfluss auf nächsten Vorgang |
| Bezug |
Gesamtes Projekt |
Direkt nachfolgender Vorgang |
| Einfluss |
Kann andere Vorgänge verschieben |
Beeinflusst keine Folgeaufgaben |
| Größe |
Meist größer oder gleich freiem Puffer |
Meist kleiner oder gleich Gesamtpuffer |
Beispiel
Aufgabe A → Aufgabe B → Aufgabe C
A kann insgesamt 4 Tage verschoben werden, ohne das Projekt zu verzögern (Gesamtpuffer = 4 Tage).
Aber nur 1 Tag, ohne den Start von B zu verzögern (freier Puffer = 1 Tag).
Merksatz für die FISI-Prüfung:
Gesamtpuffer = Verzögerung ohne Projektverzögerung
Freier Puffer = Verzögerung ohne Beeinflussung der nächsten Aufgabe
Typische Prüfungsantwort
Der Gesamtpuffer ist die Zeit, um die ein Vorgang verschoben werden kann, ohne den Endtermin des gesamten Projekts zu gefährden.
Der freie Puffer ist die Zeit, um die ein Vorgang verschoben werden kann, ohne den frühesten Start eines nachfolgenden Vorgangs zu beeinflussen.
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