```html id="aequivalenzklassen_testen"
Äquivalenzklassen sind ein Testverfahren, mit dem Eingabedaten in Gruppen eingeteilt werden, die sich ähnlich verhalten.
| Typ | Beschreibung | Beispiel (Alter 18–65) |
|---|---|---|
| Gültige Äquivalenzklasse | Erlaubte Werte | 18–65 |
| Ungültige Äquivalenzklasse | Nicht erlaubte Werte | <18 oder >65 |
# Äquivalenzklassenanalyse
Die Idee dahinter ist simpel: **Eingaben, die sich gleich verhalten, müssen nicht alle einzeln getestet werden** – eine pro Gruppe reicht.
## Analogie
Stell dir vor, du testest eine Türe mit Altersabfrage: „Zutritt nur ab 18 Jahren."
Du musst nicht jedes Alter von 1–100 testen. Es gibt nur drei relevante Gruppen:
| Gruppe | Beispielwerte | Erwartetes Ergebnis |
|---|---|---|
| Zu jung | 0, 5, 12, 17 | ❌ Kein Zutritt |
| Genau die Grenze | 18 | ✅ Zutritt |
| Alt genug | 19, 25, 99 | ✅ Zutritt |
Aus jeder Gruppe testest du **einen** repräsentativen Wert – fertig.
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## Die zwei Typen von Klassen
**Gültige Äquivalenzklassen (GÄK)** – Eingaben, die das System akzeptieren soll.
**Ungültige Äquivalenzklassen (UÄK)** – Eingaben, die das System ablehnen soll.
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## Konkretes Beispiel: Passwortlänge 8–20 Zeichen
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Eingabebereich: Passwortlänge
Regel: Mindestens 8, maximal 20 Zeichen
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| Klasse | Bereich | Typ | Testwert |
|---|---|---|---|
| ÄK1 | < 8 Zeichen | UÄK ❌ | 5 Zeichen |
| ÄK2 | 8–20 Zeichen | GÄK ✅ | 12 Zeichen |
| ÄK3 | > 20 Zeichen | UÄK ❌ | 25 Zeichen |
→ **3 Testfälle** statt 100+
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## Kombination mit Grenzwertanalyse
Oft kombiniert man Äquivalenzklassen mit **Grenzwerten** (die Ränder sind fehleranfälliger):
Statt nur „12 Zeichen" testet man zusätzlich: **7, 8, 20, 21** – direkt an den Grenzen.
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## Warum das wichtig ist
- Spart Zeit und Ressourcen beim Testen
- Systematisch statt zufällig
- Prüfungsrelevant für die Abschlussprüfung Fachinformatiker 🎯
Willst du ein weiteres Beispiel durchgehen, z. B. mit mehreren Eingabefeldern gleichzeitig?