Funktionale vs. nichtfunktionale Anforderungen
In der Systementwicklung unterscheidet man zwischen funktionalen und nichtfunktionalen Anforderungen.
Beide beschreiben, was ein System leisten soll, aber auf unterschiedliche Weise.
Funktionale Anforderungen
Funktionale Anforderungen beschreiben, was ein System tun soll.
- Beschreiben Funktionen und Verhalten
- Direkt sichtbare Systemfunktionen
- Beziehen sich auf Eingaben und Ausgaben
Beispiele:
- Ein Benutzer kann sich einloggen
- Das System speichert Daten
- Eine Rechnung wird erstellt
Nichtfunktionale Anforderungen
Nichtfunktionale Anforderungen beschreiben, wie ein System arbeitet.
- Qualitätsmerkmale des Systems
- Leistung, Sicherheit, Benutzerfreundlichkeit
- Oft schwer messbar
Beispiele:
- Das System reagiert innerhalb von 2 Sekunden
- Die Daten sind verschlüsselt gespeichert
- Das System ist 99,9 % verfügbar
Vergleich
| Merkmal |
Funktionale Anforderungen |
Nichtfunktionale Anforderungen |
| Frage |
Was macht das System? |
Wie macht es das System? |
| Fokus |
Funktionen |
Qualität |
| Messbarkeit |
Meist direkt testbar |
Teilweise schwer messbar |
| Beispiele |
Login, Daten speichern |
Performance, Sicherheit |
Merksatz für die FISI-Prüfung:
Funktional = was das System tut
Nichtfunktional = wie gut das System es tut
Typische Prüfungsantwort
Funktionale Anforderungen beschreiben die Funktionen eines Systems, also was es tun soll, z. B. Login oder Daten speichern.
Nichtfunktionale Anforderungen beschreiben Qualitätsmerkmale wie Performance, Sicherheit oder Verfügbarkeit, also wie das System arbeitet.
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