1 Prüfung (1 teil)
1 von 4 Aufgabe (28 Punkte)
a) Die ClasenMG AG plant den Einsatz ihrer Dienstleistungen auch außerhalb Deutschlands. Hierfür sind
Kenntnisse der verschiedenen Märkte notwendig.
aa) Erläutern Sie das Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage für die folgenden Marktformen und
nennen Sie jeweils ein Beispiel. (6 Punkte)
Angebotsmonopol____________________________________________
Polypol____________________________________________
ab) Der Markt, für den sich die ClasenMG AG entschieden hat, entspricht einem Angebotsoligopol.
Nennen Sie einen Vorteil und einen Nachteil dieser Marktform.
(2 Punkte)
b) Die ClasenMG AG möchte zukünftig noch weiter expandieren. Hierfür muss auch die IT-Strategie des
Unternehmens überarbeitet werden. Die Geschäftsführung bittet Sie daher, Stellung zu den Vor- und
Nachteilen einer zentralen bzw. dezentralen IT-Infrastruktur zu beziehen sowie die Ergebnisse der
Arbeitsplatzuntersuchung zu analysieren.
ba) Nennen Sie zwei Vorteile einer dezentralen IT-Infrastruktur.
(2 Punkte)
bb) Nennen Sie zwei Vorteile einer zentralen IT-Infrastruktur.
(2 Punkte)
bc) Im Rahmen der Überlegungen zu einer zentralisierten IT-Infrastruktur wurde auch eine Ist-Analyse
aller PC-Arbeitsplätze durchgeführt. Bei der Arbeitsplatzuntersuchung wurde festgestellt, dass
aktuell sehr unterschiedlich ausgestattete Computer-Arbeitsplätze verwendet werden. Unter ande-
rem werden verschiedene Monitore und unterschiedliche Computer verwendet.
Beschreiben Sie anhand von zwei Argumenten, inwiefern diese unterschiedliche Hardware zu Pro-
blemen führen könnte.
(2 Punkte)
c) Die ClasenMG AG möchte ihre gesamte IT-Infrastruktur erneuern und zentralisieren. Hierfür wurde ein
Projekt geschaffen. Sie sind Mitarbeiter im Projekt und sollen nun bei der Planung unterstützen.
ca)Die Projektplanung wird unter anderem durch einen Netzplan unterstützt. Es liegt bereits ein Ent-
wurf hierfür vor. Vervollständigen Sie den vorliegenden Netzplan (siehe nächste Seite) und tragen
Sie jeweils die fehlenden FAZ, FEZ, SAZ, SEZ, FP, GP und Dauer ein.
(12 Punkte)
cb) Vorgang H (Funktionstest) verzögert sich um zwei Tage.
Beschreiben Sie, welche Auswirkungen das auf das Projektende hat.
(2 Punkte)
2 von 4 Aufgabe (25 Punkte)
a)
Zur Qualitätssicherung werden die Poster der ClasenMG AG am Ende des Produktionsprozesses ein-
gescannt. Die neuen Produktionsmaschinen sind sehr leistungsfähig und können hohe Druckvolumen
erfüllen. Damit ist die zukünftige Expansion der Geschäftsfelder gesichert. Ihnen liegen folgende Anga-
ben zur Leistungsfähigkeit vor:
- - Pro Tag sind die Produktionsanlagen 14 Stunden in Betrieb.
- - Pro Stunde verlassen 60 Poster die Produktionsstraße.
Von den gefertigten Postern werden 4/5 beidseitig gescannt, die übrigen Poster werden nur von einer
Seite gescannt.
Erfasste Scanfläche: 50 cm x 30 cm
Auflösung: 200 dpi x 200 dpi
Farbtiefe: 8 Bit
1 Inch: 2,54 cm
aa) Ermitteln Sie die Anzahl der gescannten Poster-Seiten pro Tag.
Der Rechenweg ist anzugeben.
(2 Punkte)
ab) Ermitteln Sie das zu speichernde Datenvolumen pro Tag. Geben Sie das Ergebnis gerundet auf das
nächste volle GiB an. Der Rechenweg ist anzugeben.
Der Rechenweg ist anzugeben.
(7 Punkte)
b)
In der Hinz&Hofknecht GmbH soll am 16.10.2024 eine differenzielle Datensicherung aller Daten inkl.
Unterverzeichnisse unter „D:\Userdaten“ in den Zielordner „E:\Backup241016“ durchgeführt werden.
Es soll sichergestellt werden, dass nur Daten kopiert werden, die am 16.10.2024 geändert wurden. Das
Archivattribut soll hierbei beachtet, aber nicht geändert werden.Die Datensicherung soll automatisiert
über Nacht durchgeführt werden. Das heißt im Fehlerfall soll nicht abgebrochen werden.
Sie verwenden zum Kopieren der Dateien und Ordner den XCOPY-Befehl.
Syntax (Auszug) zum XCOPY-Befehl:
XCOPY Quelle [Ziel] [/A |/M] [/D[:Datum]] [/P] [/S [/E]] [/V] [/W]
[/C] [/I] [/Q] [/F] [/L] [/G] [/H] [/R] [/T] [/U]
[/K] [/N] [/O] [/X] [/Y][/-Y][/Z] [/B] [/J]
[/EXCLUDE:Datei1[+Datei2][+Datei3] ... ] [/COMPRESS]
Quelle Die zu kopierenden Dateien.
Zie Position und/oder Name der neuen Dateien.
/A Kopiert nur Dateien mit gesetztem Archivattribut,
ändert das Attribut nicht.
/M Kopiert nur Dateien mit gesetztem Archivattribut,
setzt das Attribut nach dem Kopieren zurück.
/D:MM-TT-JJJJ Kopiert nur die an oder nach dem Datum geänderten Dateien.
Ist kein Datum angegeben, werden nur Dateien kopiert,
die neuer als die bestehenden Zieldateien sind.
/S Kopiert Verzeichnisse und Unterverzeichnisse, die nicht leer sind.
/E Kopiert alle Unterverzeichnisse (leer oder nicht leer).
Überprüft die Größe jeder neuen Datei.
/W Fordert vor dem Beginn des Kopierens zu einem Tastendruck auf.
/C Setzt das Kopieren fort, auch wenn Fehler auftreten.
/Q Zeigt beim Kopieren keine Dateinamen an.
/F Zeigt die Namen der Quell- und Zieldateien beim Kopieren an.
/L Listet die Dateien auf, die ggf. kopiert werden.
/R Überschreibt schreibgeschützte Dateien.
/T Erstellt die Verzeichnisstruktur, kopiert aber keine Dateien.
/U Kopiert nur Dateien, die im Zielverzeichnis vorhanden sind.
/K Kopiert Attribute. Standardmäßig wird „Schreibgeschützt“ gelöscht.
/Y Unterdrückt die Aufforderung zur Bestätigung, dass eine vorhandene Zieldatei
überschrieben werden soll.
/-Y Fordert zur Bestätigung auf, dass eine bestehende Zieldatei überschrieben
werden soll.
Geben Sie den vollständigen XCOPY-Befehl für den Start des Kopiervorgangs an.
(5 Punkte)
c) Da eine lokale Sicherung der Backup-Daten nur eine kurzfristige Lösung ist, wurde ein Backup-Server
bereitgestellt.
ca) Vor der Netzwerkeinrichtung sollen Sie zur technischen Dokumentation die MAC-Adresse an Ihren
Netzwerkadministrator liefern. Geben Sie einen möglichen Konsolenbefehl zur Ermittlung der MAC-
Adresse an.
(1 Punkte)
cb) Geben Sie ein Beispiel für eine MAC-Adresse an und nennen Sie die zwei Bereiche, in die eine MAC.
Adresse normalerweise aufteilbar ist.
(3 Punkte)
cc) Nach Übergabe der MAC-Adresse funktioniert der Netzwerkzugriff auf den Backup-Server leider
noch nicht. Sie schauen sich die Netzwerkkonfiguration des Backup-Servers genauer an. Folgende
IP-Adresse wird Ihnen angezeigt:
169.254.13.212
Nennen Sie die besondere Art dieser Adresse, welcher Fehler hierbei vorliegt und wie er sich beheben lässt.
(3 Punkte)
d) Um dauerhaften Datenverlust zu vermeiden, ist ein Backup-System in Betrieb.
da) Beschreiben Sie das differentielle Backup.
(2 Punkte)
db) Beschreiben Sie das inkrementelle Backup.
(2 Punkte)
3 von 4 Aufgabe (24 Punkte)
a) Einige Server-Systeme der ClasenMG AG sollen virtualisiert werden.
aa) Beschreiben Sie, was unter einer Virtualisierung zu verstehen ist
(2 Punkte)
ab) Nennen Sie 2 Vorteile und einen Nachteil von virtualisierten Systemen (3 Punkte)
Zwei Vorteile
Ein Nachteil
b) Laut Notfallkonzept müssen die virtuellen Systeme durch eine unterbrechungsfreie Stromversorgung
mindestens ein Zeitintervall von 10 Minuten überbrücken können. Die Leistungsaufnahme aller ange-
schlossenen Server beträgt 5000 Watt.
Ihnen liegen zwei Angebote für USV-Systeme vor. Entscheiden Sie sich für ein USV-System und begrün-
den Sie Ihre Wahl. Der Rechenweg ist anzugeben.
(4 Punkte)
c) Um die Datensicherheit im Unternehmen zu verbessern, werden aktuell vielfältige Lösungsansätze
diskutiert. Beschreiben Sie im Zuge dessen, was eine unterbrechungsfreie Strom-Versorgung (USV) ist
und wie hierdurch die Datensicherheit verbessert werden kann.
(3 Punkte)
d) Die Hinz&Hofknecht GmbH hat die Software der ClasenMG AG auf den neusten Stand gebracht und
Anwendungssysteme für unterschiedlichste Einsatzzwecke eingekauft.
da) da) Erläutern Sie die Bedeutung folgender Einsatzzwecke für das Unternehmen.
Customer-Relationship-Management
Enterprise-Relationship-Planning
(6 Punkte)
db)
Neben den oben genannten Einsatzzwecken gibt es auch noch zwei weitere große Einsatzzwecke
für Software im Unternehmenskontext. (2 Punkte)
Nennen Sie jeweils den korrekten Begriff für die nachfolgenden Abkürzungen.
DMS
DMS
e) Das neue Customer Relationship Management (CRM) System soll über vielfältige Programmierschnitt-
stellen (APIs) verfügen. Über diese Schnittstellen sollen auch andere Softwareprodukte auf Programm-
bibliotheken (Libraries) des CRM-Systems zugreifen. Das neue System soll über eine Vielzahl mitgelie-
ferter Klassen und Funktionen verfügen.
ea) Nennen Sie zwei Vorteile, die durch die Verwendung von Programmbibliotheken (Libraries)
entstehen können.
(2 Punkte)
eb) Beschreiben Sie den Unterschied zwischen Bibliotheken (Libraries) und Frameworks.
(2 Punkte)
4 von 4 Aufgabe (23 Punkte)
a) Die ClasenMG AG möchte die Kundenzufriedenheit verbessern, indem sie Schlechtleistungen bei der
Lieferung in Form von Sachmängeln zukünftig stärker vermeiden will. Drei Arten von offenen Sach-
mängeln sind: „Mangel an der Art“, „Mangel an der Menge“ oder „Mangel an der Qualität“.
aa) Ordnen Sie diese Mängelarten zu den nachfolgenden Aussagen zu.
(3 Punkte)
ab)
Nennen Sie drei organisatorische Maßnahmen wie die ClasenMG AG diese Mängel in Zukunft vermeiden bzw. minimieren kann.
(3 Punkte)
b) Auch intern soll die Zufriedenheit erhöht werden. Hierfür soll durch geeignete Maßnahmen die Mitarbeitermotivation gesteigert werden. Beschreiben Sie, auf welche zwei generelle Arten Mitarbeiter
motiviert werden können, und geben Sie ein Beispiel an.
(3 Punkte)
c) Bei der Einführung von neuen IT-Systemen ist in einem ersten Schritt ein Lastenheft zu erstellen.
ca) Beschreiben Sie zwei Unterschiede zwischen einem Lastenheft und einem Pflichtenheft.
(4 Punkte)
cb) Sie wurden damit beauftragt ein Pflichtenheft eines neuen IT-Projektes zu prüfen.
Nennen Sie zwei mögliche Inhalte, die in diesem Pflichtenheft enthalten sein könnten.
(2 Punkte)
d) In einer internen Befragung aller Beschäftigten wurde der Personalbeurteilungsprozess als verbesserungswürdig dargestellt. Aktuell werden alle Mitarbeiter der ClasenMG AG in regelmäßigen Abständen
von fünf Jahren durch die direkte Führungskraft beurteilt. Die Beurteilungen erfolgen mündlich.
Um den Beurteilungsprozess grundlegend zu überarbeiten, soll eine 360° Beurteilung eingeführt
werden. Innerhalb der neuen Beurteilungsform erhält der Mitarbeiter nicht nur eine Beurteilung seiner
Leistungen und Kompetenzen durch seine Führungskraft, sondern auch ein detailliertes Feedback weiterer Parteien (z. B. durch Kollegen derselben Abteilung, externe Kunden sowie andere Abteilungen).
Die Beurteilungen sollen außerdem zukünftig über ein einheitliches Beurteilungssystem digital erfasst
und dokumentiert werden. Die Verwaltung dieses Systems soll durch die Personalabteilung erfolgen.
Des Weiteren soll der Beurteilungszeitraum zukünftig zwölf Monate umfassen.
da) Mehrere Mitarbeiter der ClasenMG AG haben Ängste und Befürchtungen zum neuen Beurteilungs-
prozess geäußert. Beschreiben Sie zwei mögliche Ursachen dieser Ängste und Befürchtungen.
(4 Punkte)
db) Beschreiben Sie eine Methode, um Widerstände gegen das neue Beurteilungssystem abzubauen
und die Mitarbeiter bestmöglich in den Veränderungsprozess miteinzubeziehen.
(2 Punkte)
e) Am Ende Ihrer Arbeiten bei der ClasenMG AG soll eine Übergabe des Projektes stattfinden. Nennen
Sie zwei typische Protokolle bzw. Dokumentationen, die bei der Übergabe des Projektes übergeben werden.
(2 Punkte)